Leistung · Gruppe B · Nachweis & Regelwerk

Nachweis und Regelwerk

Nicht nur wissen, sondern belegen können, was im Haus geregelt und geschult wurde.

Eine Schulung kann jeder anbieten. Was einer Geschäftsführung im Zweifelsfall tatsächlich hilft, ist etwas anderes: eine nachvollziehbar dokumentierte Schulung, eine schriftliche Regel, an die sich alle halten sollen, und eine Übersicht darüber, welche Werkzeuge im Haus überhaupt im Einsatz sind. Deshalb ist der Kompetenznachweis kein Schulungsprodukt mit Papierkram, sondern ein Dokumentationsprodukt mit Schulung.

N1

KI-Kompetenznachweis

Bestandsaufnahme, Richtlinie, Schulung und Dokumentation als ein Paket.

Für wen
Unternehmen, die ihre Pflicht aus Artikel 4 EU AI Act strukturiert erfüllen und belegen wollen.
Format
Mehrwöchiges Paket aus Bestandsaufnahme, Schulungen und Dokumentation.
Bestandsaufnahme
Welche KI-Werkzeuge werden im Haus tatsächlich genutzt, von wem und mit welchen Daten — einschließlich derer, von denen die Geschäftsführung bislang nichts weiß.
Richtlinie
Erstellung einer betrieblichen KI-Richtlinie: erlaubte Werkzeuge, zulässige und unzulässige Daten, Zuständigkeiten, Prüfung von Ergebnissen.
Schulung
Führungsebene (S1) und Mitarbeitende (S2), abgestuft nach Rolle.
Sie erhalten
KI-Richtlinie als Dokument · Nachweismappe mit Schulungsnachweisen, Teilnehmerlisten, Inhalten und Daten · Übersicht der eingesetzten Werkzeuge · Empfehlung zur jährlichen Auffrischung.
Nicht enthalten
Keine rechtliche Prüfung und keine Konformitätsbescheinigung. Wir dokumentieren, was durchgeführt wurde. Ob das im Einzelfall genügt, beurteilt eine Rechtsberatung.
Sie stellen
Ansprechpartner mit Überblick über die eingesetzte Software · Zugang zu den Abteilungen für die Bestandsaufnahme · Freigabe der Richtlinie durch die Geschäftsführung.
N2

Transparenzpflicht-Check

Seit August 2026 müssen KI-Dialoge und KI-Inhalte erkennbar sein. Die wenigsten wissen das.

Für wen
Unternehmen mit Website-Chatbot, KI-gestützter Kundenkommunikation oder KI-erzeugten Marketinginhalten.
Format
Kompakte Bestandsaufnahme mit schriftlichem Ergebnisbericht.
Inhalt
Erfassung aller nach außen wirkenden KI-Anwendungen · Feststellung, wo eine Offenlegung gegenüber Kunden naheliegt · konkrete Formulierungsvorschläge für Hinweise · Einordnung, wo Ihr Unternehmen Betreiber und wo es Anbieter im Sinne der Verordnung ist · Handlungsliste mit Prioritäten.
Sie erhalten
Bestandsübersicht · priorisierte Maßnahmenliste · fertige Textbausteine für Hinweise · Dokumentation der Prüfung.
Nicht enthalten
Technische Umsetzung an Ihrer Website · rechtsverbindliche Beurteilung der Einzelfälle · Prüfung von Fremdsoftware auf Herstellerseite.
Warum jetzt
Kleiner Umfang, schnell erledigt — und die Pflicht ist neu genug, dass sie in den meisten Betrieben schlicht noch nicht angekommen ist.
Hintergrund

Die beiden Vorschriften im Klartext.

Artikel 4 · seit Februar 2025

KI-Kompetenz

Unternehmen, die KI-Systeme einsetzen, müssen für ausreichende KI-Kompetenz ihrer Mitarbeitenden sorgen — auch dann, wenn sie KI nur einkaufen und nutzen.

  • Kein vorgeschriebener Lehrplan, keine Stundenzahl, kein festes Format
  • Keine amtliche Zulassung für Anbieter, kein amtlich anerkanntes Zertifikat
  • Kein eigener Bußgeldtatbestand
  • Relevanz als Organisationspflicht der Geschäftsführung im Schadensfall
Artikel 50 · seit August 2026

Transparenz

Menschen sollen erkennen können, wenn sie es mit KI zu tun haben. Praktisch bedeutsam sind drei Fälle.

  • Dialogsysteme: Chatbot, KI-gestützte Telefonannahme, automatisierte Antworten
  • Erzeugte Inhalte: KI-Bilder in der Werbung, generierte Texte, synthetische Sprachaufnahmen
  • Täuschend echte Bild-, Ton- und Videoinhalte
  • Die Offenlegung entfällt, wenn es ohnehin offensichtlich ist — geprüft werden sollte es trotzdem

Warum wir nicht von Konformität sprechen

Festzustellen, ob ein Unternehmen eine Vorschrift erfüllt, ist Rechtsanwendung — und die steht uns nicht zu. Wir sagen deshalb: Wir schulen Ihre Mitarbeitenden, erarbeiten mit Ihnen Regeln und dokumentieren das nachvollziehbar. Wir sagen nicht: Damit sind Sie auf der sicheren Seite.

Der Unterschied ist erheblich — und er ist der Grund, warum unsere Dokumentation für Ihre Rechtsberatung brauchbar ist. In Zweifelsfällen verweisen wir ausdrücklich dorthin und halten das schriftlich fest.

Ablauf

So entsteht der Nachweis.

Schritt 1

Bestandsaufnahme

Wir erheben in Gesprächen mit den Abteilungen, welche KI-Werkzeuge tatsächlich im Einsatz sind, wer sie nutzt und welche Daten dort hineingehen. Dabei werden auch Werkzeuge erfasst, von denen die Geschäftsführung bislang nichts weiß.

Schritt 2

Betriebliche KI-Richtlinie

Auf dieser Grundlage erarbeiten wir eine kurze, verständliche Richtlinie: welche Werkzeuge zulässig sind, welche Daten nie eingegeben werden dürfen, wer zuständig ist und wie Ergebnisse geprüft werden. Freigabe durch die Geschäftsführung, dann Bekanntmachung im Haus.

Schritt 3

Schulung nach Rolle

Die Führungsebene wird anders geschult als die Sachbearbeitung. Beide erfahren dabei die neuen betrieblichen Regeln — eine Richtlinie, die niemand kennt, wirkt nicht.

Schritt 4

Nachweismappe

Alle Maßnahmen dokumentiert an einer Stelle: Schulungsnachweise mit Datum und Inhalt, Teilnehmerlisten, Werkzeugübersicht, Richtlinie. Dazu eine Empfehlung, wann und wie aufzufrischen ist.

FAQ

Häufige Fragen.

Sind wir damit auf der sicheren Seite?
Diese Aussage treffen wir bewusst nicht — sie wäre eine rechtliche Bewertung, und die steht uns nicht zu. Was wir sagen können: Sie haben Ihre Mitarbeitenden geschult, betriebliche Regeln aufgestellt und beides nachvollziehbar dokumentiert. Genau damit kann Ihre Rechtsberatung arbeiten.
Wie lange dauert der Kompetenznachweis?
Je nach Unternehmensgröße und Anzahl der Schulungsgruppen mehrere Wochen. Die Bestandsaufnahme ist meist nach wenigen Terminen erledigt, die Schulungen bestimmen den Takt.
Was ist eine betriebliche KI-Richtlinie?
Ein kurzes internes Dokument — meist wenige Seiten — das festlegt, welche Werkzeuge genutzt werden dürfen, welche Daten dort eingegeben werden dürfen und welche nicht, wer bei Fragen zuständig ist und wie Ergebnisse zu prüfen sind. Wichtig ist weniger der Umfang als dass sie im Haus bekannt ist.
Wir haben noch gar keine Schulung gemacht. Ist das der falsche Einstieg?
Nicht unbedingt — die Schulungen sind Teil des Pakets. Sie können aber auch mit dem zweistündigen Kompaktseminar beginnen; danach ist klarer, was das Haus überhaupt braucht.
Wen betrifft der Transparenzpflicht-Check?
Jeden Betrieb, bei dem KI nach außen sichtbar wird: ein Chatbot auf der Website, KI-gestützte Antworten im Kundenservice, KI-erzeugte Bilder oder Texte im Marketing. Der Aufwand zur Behebung ist meist gering — man muss nur wissen, wo überall etwas zu tun ist.
Kontakt

Wissen Sie, welche Werkzeuge bei Ihnen im Einsatz sind?

Die meisten Geschäftsführungen kennen die Antwort nicht — das ist der Normalfall, nicht die Ausnahme. Die Bestandsaufnahme ist der erste Schritt.